Mittwoch, 31. Januar 2024

Ein kleiner Junge

 Laut eines Soldaten, welcher sich im Afghanistan-(Kundus)Einsatz befand,
spielte sich der Vorfall folgendermasen ab:

Nachts zwischen zwei und drei Uhr.
Bewegungssensoren aktivierten das Licht.
Hunde fingen an zu bellen.
Schüsse fielen.

Resultat:
Ein vierzehnjähriger Junge ist tod.

Er wollte nur Wasser für sich und seine Familie besorgen.
Er konnte nicht wissen, dass die Wasservorräte der Bundeswehr / NATO
so sehr streng überwacht und geschützt werden.

Es hätte genauso gut ein Anschlag mit Gift auf die Trinkwasserversorgung sein können.

Es wurden Brunnen gebohrt und Wasser aus der Ferne mit Tanklastzügen herangebracht.
Einen Kilometer weiter haben die Wüstenbewohner Durst!
Doch die, die Wasser haben, geben nichts ab!

Der noch recht junge, deutsche Soldat, hat durch diesen Vorfall ein Trauma erlitten.
Er war Fernmeldetechniker (BWdeutsch: Funker).
Nach einigen Monaten in psychischer Behandlung wurde er ohne weitere Hilfe wieder in die Welt entlassen.

Er unterrichtete an einer Schule für Erwachsenenbildung.
Er war unser Lehrer in Fernmelde-und Telekommunikationstechnik.

Wirklich verarbeitet hat er diesen Vorfall niemals wirklich.

Wir wollten damals die Geschichte vom Wasser, welches nicht geteilt wird, nicht glauben.
Jeder ist sich selbst der Nächste!

Barmherzigkeit, wie sie von der Kirche gepredigt wird, gibt es nicht!
Diese bleibt, im wahrsten Sinne des Wortes, ein frommer Wunsch!

// Text T-Online //
In Ulm kam es vor kurzem zu einer Geiselnahme. Der Täter soll ein 44-jähriger Bundeswehrsoldat mit psychischen Problemen sein, der auch in Afghanistan im Einsatz war, wie einzelne Medien berichteten. Polizei und Staatsanwaltschaft machen keine näheren Angaben zum Täter. Durch die Berichte sind die psychischen Folgen von Auslandseinsätzen stärker in den Blick gerückt, insbesondere Posttraumatische Belastungsstörungen, kurz PTBS. Experten gehen von rund 80.000 Betroffenen infolge von Auslandseinsätzen der Bundeswehr aus.

Einer von ihnen ist Rüdiger Hesse. Der 57-Jährige war mehr als 35 Jahre bei der Bundeswehr und an fünf Auslandseinsätzen beteiligt – zweimal im Kosovo und dreimal in Afghanistan. 2014 erhielt er die Diagnose PTBS, mittlerweile ist er dadurch dienstunfähig und hat eine Selbsthilfegruppe gegründet.

//

Was aber ist mit den vielen Flüchtlingen, die zu uns ins Land kommen.
Wir zeigen uns barmherzig.
Ob die Menschen irgendwelche psychischen Schäden von Krieg und Verfolgung davon trugen?
Man weis es nicht!
Wir erfahren es immer erst dann, wenn wieder ein Attentat, ein Anschlag oder eine Geiselnahme geschehen ist.

Wann wird es endlich Frieden auf der gesamten Welt geben?
Das würde zumindest eines, der ganz großen Probleme lösen!
@rettschy68

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