Montag, 3. November 2025

Ich bin ...

 was ich bin,

oder, bin ich einfach nur

KAUPUTT?

Irgendwann will man einfach nicht mehr.
Irgendwann ist es genug mit Hamsterrad und Tretmühle.
Hat die Generation Z doch recht?

Das System muss ja irgendwie funktionieren.
Wenn es niemanden mehr gibt, der früh um fünf Uhr aufsteht,
gibt es auch keine Läden mehr wo Waren verkauft werden, 
die jemand anders der vielleicht noch früher diese Waren hergestellt hat.
Unser Warensystem ist nun einmal noch nicht zu hundert Prozent 'durchrobottorisiert'.
Die Maschinen, welche wir nutzen, können sich noch nicht selbst reparieren.
Es muss also weiterhin irgendwelche Trottel geben, die früh um fünf oder noch früher 'auf der Matte stehen'.
Und das vielleicht ein ganzes Leben lang?!
Doch wie lange ist "Einlebenlang"?
Bestimmen das die Regierenden, indem sie uns vorschreiben wie lange wir zu arbeiten haben?
bis 65, bis 67, bis 70 oder irgendwann bis 80?
Wir sind ja alle so kerngesund und werden von Jahrzehnt zu Jahrzehnt immer älter?!
Weil unsere medizinische Versorgung so gut gut ist?
Herzinfarkt, Schlaganfall oder sonstige durch Umwelteinflüsse begünstigte Krankheiten?
Herzinfarkt oder Schlaganfall kann man überleben.
Danach kommst du zur 'Wiederherstellung' (Reha) und hast gefälligst weiter zu arbeiten!
Rente?
Vielleicht!
Wieviel?
Das es gerade so langt, damit du noch weiter arbeiten kannst, um 'gut' zu leben.
Wenn du das kannst und nicht krank bist.
Oder zu erschöpft.

... und hinter dir, da lacht der Tod,
kaputtgeschuftet, du Idiot!

Ja, man muss!
Jeder hat so seine eigenen Vorstellungen, Wünsche, Bedürfnisse.
Oder muss man überhaupt?
Jedes Individuum kann das für sich selbst entschieden.
Will, oder brauche ich Urlaub in einem fernen Land?
Will, oder brauche ich ein eigenes Haus?
Will, oder brauche ich ein schönes Zuhause, wie es mir gefällt?
Will, oder brauche ich ein großes Auto?
Will, oder brauche ich mehrmals im Monat Kino, Restaurant oder Konzerte?

Manchmal ist es eben keine Frage des Wollens oder des Brauchens,
manchmal ist die Frage, ob man es sich leisten kann.
Auch ich muss mich sehr oft entscheiden, zwischen zwei Dingen.

Lerne viel und lerne etwas vernünftiges, damit es dir mal gut geht!
Die einen können das, die Anderen etwas weniger.
Zu meiner Kindheit wurde da nicht lange gefragt.
Entweder dir fiel das Lernen leicht und du bist nach der vierten Grundschulklasse auf das Gymnasium,
oder du bist ewiger Hauptschüler geblieben.
Das ist es, was deinen späteren Erfolg und dein Einkommen ausmacht.
Eine "Null-Bock Generation" hatten wir schon damals.

Zum Glück hatte ich die Möglichkeit, meine "Mittlere Reife" noch nachzuholen.
Zwar reichlich erfolglos, aber immerhin hat mir diese Möglichkeit das Tor zu mehr Einkommen geöffnet.
Ich war dann kein einfacher Arbeiter mehr, sondern 'Angestellter'.
Wie man es auch nimmt, ist es letztendlich doch nur ein Hamsterrad oder eine Tretmühle.

Und täglich grüßt das Murmeltier...

... ist ein Pseudonym dafür, dass sich tagtäglich alles in einer gewissen Art und Weise wiederholt.

Mir ist übel, wenn der Wecker klingelt!
Ja wirklich.
Das war schon zu meiner Lehrzeit so.
Eine Ausbildung, die ich nicht wollte.
Schlosser.
Großer Schlaksel mit wenig Power.
Die Arbeitsumgebung ein Albtraum.
Mit Ach-und-Krach, Geselle.
Auf mein Gesellenstück war ich nicht sonderlich stolz.
Die Folge: viele Jobwechsel in den unterschiedlichsten Branchen.
Silo-Bau mit vielen Überstunden.
Fabrikarbeit in der Lebensmittelbranche.
Industrieboden auf Baustellen.
Sommer wie Winter, das eine so übel, wie das andere.
Produktion für Industrieböden zum Teil im Mehrschichtbetrieb.
Üble Arbeitskollegen. Zu viel Alkohol.
Der Ausstieg aus dem Handwerk.
Doch nochmal etwas lernen?!
Interessen?!
Ja, irgend etwas mit Computer!

Prüfungen und lernen.
Naja, das war noch nie so wirklich mein Ding gewesen!
Aber irgendwie muss man ja doch den Fuß in die Tür von einem Unternehmen bekommen,
wo man etwas mit Computern machen kann.
Als Schlosser eher aussichtslos.
Umschulung. 
Mercedes-Benz, T-Systems, GeTronics, Infinity, Datagroup Köln am Flughafen FRA, PEI.
Hotline, Helpdesk, Vor-Ort-Service.
Alles das, in den letzten 25 Jahren.
Vorher immer 100 % Anwesenheitspflicht.
Jetzt nur noch 60 % Anwesenheitspflicht, dank Home-Office.
Die Arbeit vor Ort muss trotzdem erledigt werden.
Auch, wenn das einige meiner Kollegen anders sehen.

Ich bin mehr vor Ort, als ich es eigentlich sein müsste.
So habe ich es schon immer gemacht.
Selbst schuld.

Dazu kommt:
Mit Zeitdruck und Stress konnte ich noch nie umgehen.
Eigentlich bin ich so nicht 'belastbar'.

Eben wollte mich jemand in den Hörsaal zu einer aktiven Sitzung schicken, 
weil dort irgend etwas nicht funktioniert.
Funktionierte doch sonst immer?!
Ich soll etwas reparieren, von dem ich absolut keine Ahnung habe?!
Das löst schon wieder Übelkeit bei mir aus.
Mit zunehmendem Alter wird es immer schlimmer.
Da behaupten immer alle, mit zunehmendem Alter wird man ruhiger?!
Mir wird mit Zunehmendem Alter immer übler.

Noch 10 Jahre arbeiten?!

Es fällt mir immer schwerer!
"Ja, dann geh' halt zum Arzt"!

Je mehr Medikamente ich in mich reinstopfe, um so schlechter geht es mir!
Schilddrüse, Prostata, Gicht, Stoffwechsel und Gelenke.
Das ist es, womit ich zur Zeit kämpfe.
Das meiste sind 'Erbkrankheiten' und ich war als Kleinkind schon ständig krank ...
Keine Ahnung ob da nicht alles mit Allem zusammenhängt?!
Gehe ich zum Arzt, bekomme ich Medikamente.
Die Ärzte wissen im seltensten Fall, wie alle Medikamente untereinander und aufeinander wirken.
Selbst wenn man darauf hinweist, welche Medikamente man bereits 'konsumiert'!
Auch zuhören und verstehen, ist nicht so das Ding von vielen Ärzten.

Ich sollte es wohl doch so machen, wie viele meiner Kollegen.
Mehr entspannte Tage im Home-Office.

Dann bekomme ich die zehn Jahre auch noch irgendwie herum!

Habe die Ehre und in diesem Sinne:
Macht euch ned kaputt!
der Rettschy

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