Mittwoch, 29. Oktober 2025

alte Märchen

 Des Kaisers neue Kleider

... entschuldigt das Wortspiel, die Erklärung folg umgehend.

Ein lieber, netter Nachbar, kam vor einigen Wochen auf mich zu und fragte mich, 
was ich den von LINUX hielte.

Er will, Grund dessen, dass Microsoft den Support für Windows 10 einstellt, 
eventuell auf LINUX wechseln.
'weg von den Amis', oder, vielleicht doch weiter mit Windows 11?

Ich hatte ihm vorerst davon abgeraten.
Vertröstet habe ich ihn aber mit dem Argument, dass ich mich mal schlau machen würde.
"Sein Rechner wäre andererseits auch Windows 11 kompatibel".
Er weis nicht, wie sich LINUX mit der Authentifikator-Software seiner Bank verhalten würde.
Sein Banker hat bestätigt, dass es keinerlei Probleme damit gäbe! 

Ich musste gestehen, dass ich mich schon lange nicht mehr mit dem Thema beschäftigt habe.
Linux war mir ehrlich gesagt auch etwas zu kompliziert für den Otto-Normal-PC-Nutzer.

Zu der Zeit, als ich mich mal langsam an die Materie herangetastet habe,
war es nicht einmal möglich, direkt auf einen USB-Stick zuzugreifen, welchen man gerade eben mal am Rechner anschloss.
Das Speichermedium musste 'gemountet' werden.
Aber auch das herunterladen und speichern von Dateien in einem 'eigenen Ordner' war nicht gleich verständlich.

Irgendwann hatte ich die Zeit und die Muse, mir auf meinem zwölf Jahre alten HP-Laptop das neu angepriesene LINUX / "XUBUNTU" zu installieren.


Ich kann es ohne Bedenken jemandem empfehlen, der wirklich absolut sicher ist, 
Microsoft den Rücken zu kehren zu wollen.

Alles scheint ganz kinderleicht zu funktionieren.
Klar,  man braucht als Laie jemandem, der einem das System auf seinen Rechner installiert.
Ohne Kenntnis, wie man einen "Boot-Stick" oder ein "Live-System" auf einen USB Stick bekommt, läuft hier von vornherein gar nix!

Auf jeden Fall hatte ich das Gefühl, dass dieses xubuntu mehr dem bekannten Windows ähnelt, 
als es jemals zuvor eine andere Distribution konnte.

Und ich habe schon sehr viele ausprobiert.
Hier gibt es einen Leitfaden von der PC-Welt:

Linux im Check: Welche Distribution passt wirklich zu Ihnen?

Als "xubuntu" in aller Munde war und viele, viele Menschen es haben wollten, wurde die Website des Anbieters kompromittiert bzw. angegriffen und gehackt.
Statt der gewünschten Version, bekamen die Kunden eine Datei, welche die Rechner ausspioniert hätte.
Aber gewiefte Nerds wussten, dass die *.iso Dateien auf anderen Servern davon nicht betroffen waren.

So konnte ich mich doch zeitnah von den Funktionen des neuen Systems überzeugen lassen.
USB Plug&Play, Netzwerk, WLAN, Drucken, Scannen, installieren von Software, surfen, Email, Textverarbeitung.
Mehr braucht es (erst einmal) nicht.

So schnell habe ich nie zuvor auf einen WLAN-Drucker zugreifen können.
Ist der Drucker im Netz, so findet xubuntu diesen quasi von selbst und man kann ohne Treiberinstallation oder sonstige Umwege, drucken.

Aber der Kaiser lies sich nicht überzeugen.
Reiner übrigens, Nachname Kaiser.

Wir versuchen doch noch einmal Windows 11 zu installieren.
Schließlich ist das Upgrade als W10 Benutzer kostenlos.

OK, ich habe auch eine W11 Installation auf einem Stick.
Also, wollten wir W11 auf seinem Rechner installieren.
Eineinhalb Stunden haben wir es versucht.
Vom Stick ging es nicht.
Online ging es genauso wenig.
Der Rechner war dermaßen vermurkst.
156 GB freier Speicherplatz wären nötig gewesen.
Die gesamte Partition hatte aber nur 130 GB.
Zuzüglich kamen noch drei weitere Partitionen, welche sich nicht bearbeiten, verschieben oder verbinden ließen.

Da musste ich ihn vor die Wahl stellen.
Jetzt oder nie!
Der Rechner muss gewiped werden. Also 'platt machen'.
Alle Daten löschen.
Auch hier hat Windows die Mitarbeit verweigert.
Nach vielem hin und her, war es uns gelungen, endlich die entschlüsselte Partition zu nutzen.
Die Installationsroutine von Linux hat es immer wieder abgelehnt, da das Laufwerk angeblich noch verschlüsselt wäre ...

Ich muss noch klären, wie das mit seinem Online-Banking auf dem Ubuntu-System läuft.
Aber dazu ein nächstes Mal.

Habe die Ehre & in diesem Sinne:
Umsteigen lohnt sich nun tatsächlich!
Wer den ganzen Support will, muss sich kostenlos registrieren!
Keine Haken, keine Fallen!
Garantiert!

Ich unterstütze euch freilich, wenn ihr Hilfe benötigt. 

der Rettschy

Keine Kommentare: