Deutschland ist im internationalen Vergleich kein Spitzenreiter in der Versorgung mit hochleistungsfähiger Breitbandinfrastruktur.
Hessen liegt in Deutschland an letzter Stelle!
Das gilt insbesondere für Glasfaseranschlüsse.
Das ist ein Hindernis auf dem Weg
zur Gigabitgesellschaft (IW Consult et al., 2016).
Mängel in der Breitbandversorgung stehen deshalb in der
Liste der Hemmnisse weit oben.
Das gilt unabhängig von der Unternehmensgröße oder Branchen. Ländliche
Räume sind stärker von diesem Hemmnis betroffen als die besser versorgten Zentren.
Für die Unternehmen wird die Güte der Breitbandinfrastruktur in den Gewerbegebieten zunehmend wichtiger.
Hier gibt es
kleinräumig sehr große Qualitätsunterschiede.
Im Mühltal haben die Bürger das Glück, zum Einzugsgebiet von Rhein-Main und Main-Neckar zu liegen.
Viele namhafte Firmen habe sich zum Beispiel in dem neu erschlossen Gewerbegebiet "Ruckelhausen" bei Nieder-Ramstadt niedergelassen.
Andere Gebiete in Hessen haben da weitaus weniger Glück.
Die Orte liegen quasi "auf der grünen Wiese" und eine Erschließung dieser Gebiete ist oft mit einem erheblichen Mehraufwand an Versorgungsarbeiten verbunden.
Diese Orte liegen mitunter ebenfalls sehr weit entfernt vom nächsten Glasfaser-Backbone, da weniger Unternehmen dort angesiedelt sind.
Allerdings gibt auch Städte wie Bensheim an der Bergstraße, mit mehr als 40 000 Einwohnern,
wo der Ausbau scheinbar keine Rolle spielt?!
Der lokale Anbieter GGEW wirbt zwar heftig mit verschiedenen Glasfaser-Tarifen,
aber für das Ort Bensheim wird man hier nicht fündig!
Ein möglicher Grund für fehlendes Interesse?
Organisatorischer Aufwand, Kosten und Finanzierung
Digitalisierung ist kein Selbstläufer, sondern erfordert Investitionen und tiefgreifende Umstrukturierungsmaßnahmen.
Nach Angaben des Monitoring Reports Wirtschaft DIGITAL (BMWi, 2017) sieht fast jedes
zweite Unternehmen einen zu hohen zeitlichen und organisatorischen Aufwand als ein großes Hemmnis an.
Knapp zwei Fünftel der Unternehmen sehen in zu hohen Kosten eine wesentliche Barriere.
Das korrespondiert mit den Ergebnissen des IW Zukunftspanels (IW Consult, 2016).
Knapp zwei Fünftel der Unternehmen
sehen in der fehlenden Finanzkraft zur Finanzierung von Investitionen ein großes oder mittelgroßes Hemmnis.
Das betrifft insbesondere kleinere Unternehmen.
Bei Unternehmen mit mehr als 250 Beschäftigten
liegt dieser Anteil nur noch bei 14 Prozent.
Bei Unternehmen aus dem Bereich der IKT-Wirtschaft stehen
diese Hemmnisse seltener ganz vorne.
Private Haushalte
Eine Aussage, welche man immer wieder hört, lautet sinngemäß:„Die Bandbreite, die mir zur Verfügung steht, reicht für meine Zwecke vollkommen aus.
Glasfaser benötige ich nicht.“
Wir alle müssen uns dringend davon lösen, uns vom heutigen Leistungsbedarf leiten zu lassen.
Das analoge Fernsehen, wie wir es seit Jahrzehnten gewohnt sind, wird sich Stück für Stück in Richtung Mediatheken und Streaming verlagern. Die jungen Leute greifen bereits heute vorwiegend auf Streaming-Dienste zurück.
Die angebotenen Auflösungen werden weiter steigen. Zunächst wurde Fernsehen via SD-Technik gesendet, dann kam 4K, und 8K steht bereits in den Startlöchern. Wir sprechen hier von einem Zeitraum von ungefähr 10 bis 15 Jahren! Ohne jetzt ins Detail gehen zu wollen, sei hier nur eine Zahl genannt: Die Datenrate bei 8K-Übertragungen hängt von mehreren Faktoren ab; beim Streamen allerdings wird im Schnitt eine Übertragungsrate von 80-100 Mbit/s benötigt werden – wohlgemerkt, nur für ein Gerät. Haben Sie weitere Fernseher in Ihrem Haushalt, die auch gleichzeitig genutzt werden? Sind mehrere Laptops und Handys in Ihrem WLAN eingeloggt? Dann haben Sie ganz schnell ein Bandbreiten-Problem. Es verhält sich nämlich ähnlich einem Verkehrsstau: Ist die Anzahl der durchfahrenden Autos zu hoch und die Straße hat zu wenig Spuren, dann kommen sie nur langsam voran. So ist das auch bei der Datenübertragung. Die Videos stocken, frieren ein und das System steigt überlastet aus.
So viele und mehr Gründe, gibt es, jetzt zu reagieren!
Wir alle machen mehr Fotos, dank Digitalkameras und Smartphones.
Musik, je nach Lebenslage und Gemüht per Webstream.
Fernsehen sowieso, nicht nur Netflix oder Youtube.
Gerade derzeitig, ist eine stabiele Internetverbindung das A&O für Homeoffice und Homescooling!
Video-Konferenzen sind sehr nervig, wenn sie nicht einwandfrei funktionieren.
In vielen geförderten Ausbaugebieten ist der Anschluss zur Zeit sogar kostenlos!
Man bedenke, dass vielerorts Straßen aufgerissen werden müssen,
um das Glasfaserkabel bis in ein Haus bzw. den Keller zu legen.
Hierbe kann der Kunde zwischen 750,00 und 900,00 Euro sparen.
Tarife haben allerdings eine Mindestlaufzeit von zwei Jahren,
damit ein Unternehmen das refinanzieren bzw. gegenrechnen kann.
Manchmal ist das Angebot des Generalunternehmens günstiger als das vom tätigen Anbieter!
Vergleichen und durch rechnen lohnt sich definitiv!
Auch in einer Mietwohnung ist das möglich.
Sprecht eure Vermieter an!
Bildet im Zweifelsfalle Interessengemeinschaften!
Als Hauseigentümer kann ich sagen, dass sich der doch sehr geringe Aufwand lohnt!
Eine Immobilie erhält einen Wertzuwachs von 10-15 tsnd. Euro!
Planung benötigt Zeit
Nun ist schon ca. ein Jahr vergangen, als wir die ersten Informationen zum Ausbau in unserer Gemeinde erhieleten.
Unser Bürgermeister war Mitglied in einem der Gremien, welche für den Breitbandausbau in unserer Region die Hand gehoben hat.
Ein Zeitnahes Protokoll findet ihr hier: Blog-Seiten -> FTTH
Unsere Gemeinde Mühltal besteht aus fünf Ortschaften, welche geologisch bedingt ein paar Kilometer voneinder entfernt liegen. Aleine diese Planung bedeutet eine enorme Anstrengung und viel Zeit.
Es werden lokale Unternehmen, Tiefbau-Unternehmen und Generalunternehmen benötigt.
In unserer Region ist das die ENTEGA, in Bensheim hingegen wäre es die GGEW.
Meistens handelt es sich um lokale Energie- oder Netzversorger.
Die Nachfragebündelung wird in der Regel mit einem halben Jahr angesetzt,
kann aber durch Wunsch des Gemeinderates verlängert werden.
Leider muss man immer wieder irgendwo nachhaken um die aktuellen Zahlen zu erfahren.
Nur durch Zufall erfuhr ich, dass die angestrebte Mindestanzahl von Anschlüssen in unserem Ort nicht erreicht wurde, aber dennoch der Ausbau mit Zurhilfenahme gewisser Fördermittel durchgewunken wurde.
Das Projekt steht nun seit August 2021 in Planungsphase.
Keinerlei Informationen über Fortschritt. Keinerlei Kommunikation.
Erst wieder durch eigene Anfrage wurde bestätigt, dass wohl die Hausbegehungen in unserem Ort Ende Februar starten sollen.
Unser Generalunternehmen hat wieder Infomaterial per Post geschickt. Unnötige Ressourcen-Verschwendung! Nichts, was man nicht schon längst weis!
Weitere Information folgen zeitnah.
@rettschy68
Wir haben viel nachgelesen und erfragt und so unser Wissen aufgebaut.
Auf dieser Grundlage formulieren wir die Inhalte dieser Webseite; möchten aber ausdrücklich darauf hinweisen, dass jede Aussage auf bestem Wissen und Gewissen basiert.
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