Donnerstag, 31. März 2022

ein mulmiges Gefühl

  stellt sich ein, wenn man an Lichtgeschwindigkeit denkt!

Rasend schnell, hyperschnell, schnell wie das Licht?!

299 792 458 m / s

oder 299 792,458 Km / s

Ist unser Deutschland dafür nicht etwas zu träge?
Ein Beamtenstaat par excelence?
Durch und durch!

Nicht umsonst lautet eine alte Weisheit: 
"Die Mühlen in Deutschland mahlen langsam!"

Warum ist das so?
Aus eigener Erfahrung weis ich, dass, je größer ein Unternehmen, um so unstrukturierter!
Behörden, Ämter, aber auch große Unternehmen mit vielen hundert- oder tausend Mitarbeitern.
Da kann man schnell mal den Überblick verlieren.
Aufträge werden doppelt und dreifach in unterschiedlicher Herangehensweise bearbeitet.
So landet ein Auftrag mal schnell in drei unterschiedlichen Stuben.
Man weis das zum Beispiel von unseren Finanzämtern.


Die Digitalisierung soll nun (endlich) Abhilfe schaffen!

Technisch ist das mit der hohen Geschwindigkeit mittlerweile durchaus möglich!
Aber wie sieht das mental aus?
Ist unser Beamtenstaat, welcher viele Jahre lang jenseits der analogen Welt,
weit hinter dem Mod lebte, bereit für den Sprung in den Hyper-Raum?
Ich glaube nicht!

Mir scheint es so, als würden noch irgendwelche Personen mit einem Fernglas auf den Dächern stehen 
und die Telegrafensymbole von weit weg von Hand notieren.
Bei Nebel!

Doch nein!
Unsere Behörden sind immerhin so fortschrittlich, dass sie bereits über analoge FAX-Geräte verfügen!


Der verpasste Sprung auf den Hyper-Zug liegt sehr weit zurück.
1976/1978
Damals war Internet noch nicht das Medium für Kommunikation und Wissen!

Die historischen Dokumente zeigen: 
Wenn sich jemand für die Glasfaser stark machte, dann kam er meist aus dem Lager der SPD. 
Die ersten Ideen entstanden bereits vor mehr als 40 Jahren in der von Kanzler Willy Brandt eingesetzten und von seinem Nachfolger Schmidt weitergeführten „Kommission für den Ausbau des technischen Kommunikationssystems“ (KtK). 
Die KtK bestand aus Wissenschaftlern und Politikern und beschäftigte sich damals schon intensiv mit der Frage, ob Glasfaser oder TV-Kabel die bessere Übertragungstechnik für neue Dienste wie Bildtelefonie oder Privatfernsehen liefern. 
Der Abschlussbericht, veröffentlicht im Januar 1976 in neun dicken Bänden, unter anderem unterzeichnet vom damals noch sehr jungen SPD-Politiker Oskar Lafontaine, sah in der Weiterentwicklung des Fernsprechnetzes die wirtschaftlich vernünftigere Option im Vergleich zu einem separat zu bauenden Kabel-TV-Netz.

Der Kampf der Giganten

Die Vorliebe der SPD für Glasfaser betrachtete Schwarz-Schilling, so sagt er es heute, nur als „politische List“. Immer wieder hatten die Sozialdemokraten betont, dass „unter keinen Umständen für die vorgesehene Verkabelung Kupferkabel verwendet werden dürfen“. 
Die Glasfaser sei viel moderner, man solle deshalb darauf warten, bis sie ausgereift und einsatzbereit sei: 
So hatte die SPD nach dem Regierungswechsel im Oktober 1982 den von Schwarz-Schilling bevorzugten Ausbau der TV-Kabelnetze torpediert. „Die SPD verbreitete sehr erfolgreich die These“, erinnert sich Schwarz-Schilling. „Das war ein ideologischer Kampf, der mit technischen Dingen nichts zu tun hatte.“ Es sei Strategie der SPD gewesen, das TV-Kabelnetz zu stoppen.

So wurden 100.000.Km Glasfaser nicht verlegt!

@rettschy68

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